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Minister Zeil besichtigt Modehaus Garhammer und besucht Wahlkreis DEG / FRG

„Event-Shopping erleichtern“
Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil besuchte das Modehaus Garhammer in Waldkirchen...

Waldkirchen (jk) – Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Martin Zeil (FDP) hat sich dafür ausgesprochen, in einem neuen Ladenschlussgesetz das Event-Shopping zu erleichtern. „Es muss mehr Modernität ins Ladenschlussgesetz“, sagte Zeil beim Besuch des Modehauses Garhammer am Samstag in Waldkirchen (Lkr. Freyung-Grafenau).

Die Ladenöffnungszeiten sollten nach Ansicht von Zeil liberalisiert werden. Die FDP sei dafür, die Öffnungszeiten an den Werktagen den Einzelhändlern zu überlassen. Zudem sollten die Kommunen über die Ladenöffnungszeiten an Sonntag selbstständig entscheiden, um sich vor Ort den Lebensverhältnissen und Gewohnheiten der Menschen anzupassen. Gerade in den Fremdenverkehrsorten stamme das Sortiment, das die Sonntagsöffnung erlaube, noch aus dem letzten Jahrhundert.

Die Geschäftsführer Johannes und Christoph Huber sowie Seniorchef Franz Huber führten die Besuchergruppe durch das Modehaus und die Baustelle, auf der noch bis zum 19. September unter Hochdruck gearbeitet wird. Der Freyunger FDP-Bundestagsabgeordnete Gerhard Drexler hatte den Besuch auf einer der größten Baustellen Niederbayerns eingefädelt. Das Modehaus Garhammer erweitert gerade mit einem zweistelligen Millionenbetrag auf dann insgesamt 9.000 Quadratmeter Verkaufsfläche.  Die 420 Mitarbeiter erwirtschaften nach Angaben der Inhaberfamilie rund 40 Millionen Euro Jahresumsatz.

Glückstag für Waldkirchen
Minister Zeil lobte den Mut der Investoren, in das Geschäft weiter zu investieren und die Innenstadt von Waldkirchen zu beleben. Es sei sehr zu begrüßen, wenn ein familiengeführtes Unternehmen aus Liebe zur Heimat vor Ort investiere. Angesichts von überhitzten Ballungsräumen sei es eine „Riesenchancen“, wenn Arbeit zu den Menschen gebracht werde.

„Wir stammen aus der Stadt und wollten hier investieren“, bekräftigte Johannes Huber. Ein auswärtiger Investor hätte bei den verschiedenen Hemmnissen woanders 15 Millionen Euro angelegt. „Das war ein Glückstag für die Stadt“, erinnert sich Bürgermeister Josef Höppler an den Tag, an dem die Planungen genehmigt worden sind. Es gelte der Dank an die Familie Huber als größter Arbeitgeber für den Ausbau des Geschäfts.

Wirtschaftsminister Zeil wies darauf hin, dass Bayern als erstes Bundesland Leistungen in der beruflichen Weiterbildung mit einem Meisterbonus honoriere. Die Regelung trete am 1. September in Kraft. Jeder, der seine Meister- oder eine gleichgestellte Fortbildungsprüfung erfolgreich ablegt, erhalte 1.000 Euro Meisterbonus.

Johannes Huber betonte, dass Tschechien zu einem immer wichtigeren Markt werde. Darin sah Wirtschaftsminister Zeil Zeichen für einen schnelleren Aufschwung im Nachbarland. Es gebe keinen Unterschied zwischen Tschechien und Bayern, der ein unterschiedliches Fördergefälle durch die EU erlaube. 

Vor dem Betriebsbesuch trug sich Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident ins Goldene Buch der Stadt Waldkirchen ein. Bürgermeister Josef Höppler (CSU) hatte die Delegation empfangen. Er nutzte die Gelegenheit, den Minister zwei wichtige Punkte für die Bayerwald-Stadt anzusprechen. Beim Breitband-Ausbau seien 500.000 Euro Fördersumme für eine Stadt mit 44 Ortsteilen selbst bei einer Förderquote von 80 Prozent noch zu wenig, klagte Höppler. Verkehrswege seien Lebensadern, deshalb sollte der „Waldkirchner Kreisel“ nach Ansicht von Bürgermeister Höppler noch einmal überprüft werden.
Wirtschaftsminister Zeil erinnerte in dem Gespräch vor dem Rathaus seine ersten Tage im Amt, an denen er nach Jandelsbrunn musst. „Es war beeindruckend, in die Gesichter von 2.000 Menschen zu schauen, die sich Sorgen um die Zukunft einer Region machten.“ Zeil merkte an, dass inzwischen die Wirtschaftsförderung für Ostbayern auf einem Rekordhoch gestiegen sei. In punkto Breitband sei Bayern bei seinem Amtsantritt ein „Entwicklungsland“ gewesen, so Zeil. Hauptproblem sei, dass 13 Milliarden Euro benötigt werden, jeden Bayern eine 50 MBit/s-Datenleitung anzuschließen. Mit dem neuen Förderprogramm werden Kommunen mit 500 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren versehen.
MdB Gerhard Drexler betonte, es sei wichtig, dass sich möglichst viele Vertreter in den Parlamenten in München und Berlin für die Region einsetzen.


Bildtext: Bürgermeister Josef Höppler, FDP-MdB Gerhard Drexler, Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil, Bezirkstagskandidat Dr. Franz Zwiebel, Modehaus Garhammer-Chefs Johannes und Christoph Huber sowie Seniorchef Franz Huber. (Foto: König).

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